Here we go! Start der Zukunftskonferenz

Die Zukunftskonferenz beginnt! Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Location vorbereitet, die ersten Besucher stehen bereits vor der Tür und das Team der Zukunftskonferenz ist in den Startblöcken.

Ab 9 Uhr ist der LORELY-Saal (1140 Wien, Penzinger Straße 72) zugänglich, eine Stunde später wird die Zukunftskonferenz von Christian Janisch, dem Generalsekretär von Idealism Prevails, einem der Kooperationspartner, die gemeinsam die Zukunftskonferenz realisieren, offiziell eröffnet. Anschließend übernehmen Simone Brodesser und Hannes Hofbauer das Kommando – sie moderieren die Zukunftskonferenz. Und dann geht es auch schon los.

Zukunftsängste und retrotopisches Hoffen

Der Sozialwissenschaftler Bernhard Heinzlmaier fasst in seinem Vortrag das erste heiße Eisen an. Es geht um die Werthaltungen und die politische Stimmung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Corona-Gesellschaft. Es ist Zustand eingetreten, der zwischen Ängsten und Hoffnungen pendelt. Viele junge Menschen suchen in einer idealisierten Heimat oder der vertrauten Region Schutz vor dem digitalen Kapital. Der Gemeinschaftsgedanke breitet sich aus. Emotionale Beziehungen in dörflichen Communities werden gesucht, während die urbane Gesellschaft als bedrohlich empfunden wird.

Wie in Zeiten des Austrofaschismus gilt die Stadt vielen als Ort des Bösen und des Übels. Im neoliberalen urbanen Moloch muss das unschuldige Gute zugrunde gehen. Die Zukunft erscheint der Mehrheit der jungen Menschen als Ort des Grauens. Dort erwartet sie ein neoliberaler Kapitalismus, der jedes Subjekt dem Markt ausliefert und ihm jede Sicherheit und Verbindlichkeit nimmt.

Der Mensch ist ständig vom Abstieg bedroht. Alles kann jeden Augenblick aus dem Ruder laufen. Man wird gezwungen, im Rhythmus des Kapitals zu leben. Die moralischen Werte werden ersetzt vom Tauschwert der Waren, zu denen nun auch der Mensch selbst gehört. Gibt es einen Ausweg?

Angst und Medien

Mit Reinhard Jesionek, TV-Moderator und Dozent für Medien und Kommunikationstechniken, folgt gleich der nächste Top-Speaker. Sein Vortrag, an den sich eine Podiumsdiskussion anschließt, stellt Angst und Medien in den Fokus. Jesionek wird zum Beispiel erklären, wie TV Nachrichten heute genau entstehen, was der Medienkonsument darüber eigentlich wissen sollte und auch, warum so viele Menschen Angst haben, vor einer größeren Gruppe von Menschen aufzutreten, zu sprechen und für Positionen einzutreten.

Die Medien sind das Thema des Tages: Der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen wird gegen 13.30 Uhr über die Zukunft des Journalismus sprechen und warum wir eine Medienrevolution brauchen. Impulsvorträge von Eugen Bakumovski (Veezee TV), von Filmregisseur und Produzent Robert Cibis (OVALmedia) und vom Medienmacher Simon Sonnenberg, der über Gamified Journalism sprechen wird, schließen sich an, bevor in einer großen Diskussionsrunde die Grundprobleme des heutigen Journalismus und konkrete Gegenmodelle besprochen werden.

Am späteren Nachmittag wird der Rechtsstaat zum Thema: Der liegt offenbar im Koma. Der Jurist Michael Brunner spricht über die überfällige Entpolitisierung der Justiz und diskutiert im Anschluss mit Hans G. Zeger (Arge Daten) und Gernot Klopcic (Verwaltung Gericht Wien), was zu tun ist. Klopcic stellt das Subjekt ins Zentrum. Er meint, nicht die Entpolitisierung der Justiz macht sie unabhängiger, sondern „die Standfestigkeit jedes einzelnen Richters und das einstehen für die eigenen Ideale und Werte auch gegen den Sturm der Zeit, die es jetzt braucht“. Aber das ist noch nicht alles …

Livestream

Auf vielfachen Wunsch haben wir einen Livestream eingerichtet, sodass jeder die Zukunftskonferenz verfolgen kann, auch wenn er oder sie nicht in Wien ist.

Der Livestream ist auf der Webseite https://api.veezee.tv/live/senderfmpaytv/ zu finden. Um den Livestream sehen zu können, ist ein Token (Schlüssel-Code) notwendig. Auf der Shopseite (https://shop.sender.fm) können Tagespässe für den Livestream der Zukunftskonferenz erworben werden.

Und so läuft die Bestellung:

Wähle auf der Shopseite (https://shop.sender.fm) den Tagespass für den Livestream aus, den du sehen möchtest.

Bitte wähle im Bestellvorgang die Zustellungsart „Selbstabholung“ aus und füge bei Überweisungen die Bestellnummer in das Feld „Verwendungszweck“ ein. Beachte bitte, dass die Bestellung der Livestreamtickets nicht widerrufen werden kann.

Du erhältst sofort nach erfolgter Bestellung per Mail vom System eine „Bestellbestätigung“ und in weiterer Folge die Rechnung mit dem Link zum Livestream sowie einen Token (Schlüssel-Code), den Du auf der Streamingseite eingeben musst, um den Livestream zu sehen. Für jedes Tagesticket gibt es einen separaten Token (Schlüssel-Code).

Wer in Wien live dabei sein will, kann an allen drei Tagen auch Tickets für die Zukunftskonferenz DIREKT an der Tageskasse erwerben oder im Ticketshop.

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Projekt & Partner

Die Zukunftskonferenz ist ein Gemeinschaftsprojekt von Idealism Prevails, Sender.fm, Neue Debatte, Intando gem. UG, dem Verein für kulturelle Information, Respekt.plus, dem Kulturverein Limmitationes sowie dem Künstlerinnenkollektiv Free Forms of Arts in Kooperation mit Aktionsradius Wien.