Bernhard Heinzlmaier

Bernhard Heinzlmaier (Jahrgang 1960) ist Sozialwissenschaftler, Unternehmensberater und Jugendforscher. Er studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie, Pädagogik und Psychologie an der Universität Wien und wurde nach dem Studium wissenschaftlicher Leiter und später auch Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Jugendforschung. 1997 gründete er das Marktforschungsunternehmen T-Factory. Seit 2003 ist er Vorstandsvorsitzender des österreichischen Institutes für Jugendkulturforschung. Thema Zukunftsängste […]

Bernhard Heinzlmaier (Jahrgang 1960) ist Sozialwissenschaftler, Unternehmensberater und Jugendforscher. Er studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie, Pädagogik und Psychologie an der Universität Wien und wurde nach dem Studium wissenschaftlicher Leiter und später auch Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Jugendforschung. 1997 gründete er das Marktforschungsunternehmen T-Factory. Seit 2003 ist er Vorstandsvorsitzender des österreichischen Institutes für Jugendkulturforschung.

Thema

Zukunftsängste und retrotopisches Hoffen: Werthaltungen und politische Stimmung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Corona-Gesellschaft

Viele junge Menschen suchen Schutz vor dem digitalen Kapital in einer idealisierten Heimat oder der vertrauten Region. Der Gemeinschaftsgedanke breitet sich aus. Emotionale Beziehungen in dörflichen Communities werden gesucht, während die urbane Gesellschaft als bedrohlich empfunden wird. Wie in Zeiten des Austrofaschismus gilt die Stadt vielen als Ort des Bösen und des Übels. Im neoliberalen urbanen Moloch muss das unschuldige Gute zugrunde gehen. Die Zukunft erscheint der Mehrheit der jungen Menschen als Ort des Grauens. Dort erwartet sie ein neoliberaler Kapitalismus, der jedes Subjekt dem Markt ausliefert und ihm jede Sicherheit und Verbindlichkeit nimmt. Der Mensch ist ständig vom Abstieg bedroht. Alles kann jeden Augenblick aus dem Ruder laufen. Man wird gezwungen, im Rhythmus des Kapitals zu leben. Die moralischen Werte werden ersetzt vom Tauschwert der Waren, zu denen nun auch der Mensch selbst gehört. Gibt es einen Ausweg?

Projekt & Partner

Die Zukunftskonferenz ist ein Gemeinschaftsprojekt von Idealism Prevails, Sender.fm, Neue Debatte, Intando gem. UG, dem Verein für kulturelle Information, Respekt.plus, dem Kulturverein Limmitationes sowie dem Künstlerinnenkollektiv Free Forms of Arts in Kooperation mit Aktionsradius Wien.